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US Private Placements

Traditionelles Private Placement

Unter einem Private Placement versteht man den Direktverkauf nicht registrierter Wertpapiere durch eine Gesellschaft an einen oder mehrere hochqualifizierte institutionelle Anleger, vor allem Versicherer. Nach Section 4(2) des U.S. Securities Act von 1933 sind Private Placements von den SEC-Registrierungserfordernissen befreit.  Für einen Verkauf der Wertpapiere sind formale Ratings nicht erforderlich; üblicherweise erfolgt die Platzierung auf Best-Efforts Basis.

Rule 144A Private Placement

Die von der SEC im Jahre 1990 verabschiedete Rule 144A ermöglicht es dem Inhaber privater Wertpapiere, diese an qualifizierte institutionelle Käufer weiterzuveräußern, ohne gegen das Wertpapierrecht zu verstoßen.  Aus Emittentensicht ermöglicht ein Rule 144A-Angebot eine Ausführung ähnlich wie bei einer öffentlichen Anleihe, ohne dass eine vorherige SEC-Registrierung erforderlich wäre. Formale Ratings vor dem Kauf sind erforderlich, und die Wertpapiere werden fest übernommen. Der Emittent unterliegt gewöhnlich umfangreicheren Berichtspflichten als bei einem traditionellen Private Placement und muss potenziellen Sekundärkäufern bestimmte Angaben zur Verfügung stellen. Rule 144A-Transaktionen werden häufig innerhalb von 180 Tagen nach dem ursprünglichen Verkauf bei der SEC registriert.

Die Begebung langfristiger Schuldtitel im US Private Placement Markt bietet zum Beispiel folgende Vorteile:

    • Diversifizierung der Kapitalquellen und Verringerung der Abhängigkeit von Banken
    • Längere Laufzeiten als bei Bankschulden, Globalanleihen oder Eurobonds möglich
    • Ermöglicht Zugang zu den ergiebigen US-Kapitalmärkten zu den aktuell extrem niedrigen Zinssätzen
    • Steuerung der Offenlegung von Informationen, hoher Grad an Vertraulichkeit
    • Schont kurzfristige Liquiditätsfazilitäten und verringert Abhängigkeit von Kreditfazilitäten
    • Stellt eine zusätzliche, dauerhaftere Schicht von Fremdkapital dar
    • Baut Beziehung zu langfristigen Investoren auf
    • Feedback des Kapitalmarkts: Erlaubt es dem Emittenten, alle Aspekte seiner Bonität in kontrollierter Umgebung zu erläutern
    • Ermöglicht rasche Aufnahme langfristiger Schulden zu günstigen Bedingungen, da die Notes von Investoren erworben werden, die den Emittenten genau kennen
    • Gewährt Zugang zu einem Markt, der ein effizientes Pricing von Emissionen aufgrund von Größen-, Liquiditäts-, Rating- und Offenlegungsgesichtspunkten vornimmt
    • Baut Beziehungen zu einer wichtigen Gruppe von amerikanischen institutionellen Investoren auf. Falls der Emittent später die Kapitalmärkte in Anspruch nehmen möchte, verfügt er bereits über eine stabile Beziehung zu bedeutenden Anlegern
    • Verbessert das Bonitätsprofil für ein künftiges Rating oder Verhandlungen mit Banken


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